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Gesundheit

Keine falsche Scham
Krankheiten die "peinlich" sind
 
Fast jede Frau hat irgendwann in ihrem Leben eine Krankheit, die „peinlich“ ist. Ob Haarausfall oder Hämorrhoiden – je schneller Sie aktiv werden, desto größer sind die Heilungschancen

Über Gesundheit sprechen wir an sich gern. Wir geben Tipps, tauschen Arztadressen und Hausrezepte aus, wenn es Probleme gibt. Das gilt jedenfalls für Beschwerden wie Migräne, Heuschnupfen oder Rückenschmerzen. Ganz anders sieht die Mitteilungsbereitschaft bei Krankheiten aus, die uns peinlich sind. Wer gibt schon gern offen zu, von Pilzen, Hämorrhoiden oder Blasenschwäche geplagt zu werden. Tabu! Besonders schlimm ist es, wenn die Krankheit das äußere Erscheinungsbild drastisch verändert – Haarausfall etwa. Da nützt Verheimlichen nichts – Perücke hin oder her. Die Betroffenen ziehen sich aus Scham zurück, haben Hemmungen, in die Öffentlichkeit zu gehen, verfallen in Resignation. Je länger die Krankheit – und damit der Rückzug – dauert, desto schwerer sind die sozialen und seelischen Folgen. Schließlich kann die Erkrankung die ganze Existenz bestimmen.
Tabu-Erkrankungen treffen viele Menschen. Wie andere Beschwerden auch haben sie medizinische Ursachen und können behandelt werden. Der erste Schritt ist, Initiative zu ergreifen und mit dem Arzt zu reden. Je eher Sie etwas tun, um so größer die Heilungschancen. Tabu-Erkrankungen der Frau – und wie sie besiegt werden.

Haarausfall

50 bis 100 Haare am Tag zu verlieren ist normal. Fallen über mehrere Wochen hinweg mehr als 100 Haare pro Tag aus, spricht man von „Haarausfall“. Mediziner unterscheiden verschiedene Varianten. Am bekanntesten ist der hormonell bedingte Haarausfall, von dem vor allem Männer betroffen sind. Dabei zerstört das männliche Hormon Testosteron die Haarwurzeln. Auch Frauen können daran erkranken, wenn die Östrogenproduktion nachlässt, z. B. infolge einer Erkrankung der Eierstöcke oder in den Wechseljahren. Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist auf eine Entgleisung des Immunsystems zurückzuführen. Die Abwehrzellen „knabbern“ an den Haarfollikeln. Die Wurzeln aber bleiben intakt – das Haar kann immer wieder nachwachsen.
Symptome: Beim hormonellen Haarausfall weicht der Haaransatz an Stirn und Schläfe zurück, das Haupthaar wird spärlicher. Beim kreisrunden Haarausfall bilden sich kahle Stellen, die oft allein wieder zuwachsen, sich manchmal aber auf die ganze Behaarung ausdehnen.
Diagnose: Der Dermatologe entnimmt Haare und untersucht sie mikroskopisch, um Schlüsse auf die Art des Haarausfalls zu ziehen.
Behandlung: Beim hormonellen Haarausfall können östrogenhaltige Haarwässer sowie eine Wirkstoffkombi aus Cystin, Pantothensäure und Miliacin Erfolg bringen. Gegen Alopecia areata werden oft entzündungshemmende Salben oder Tinkturen, z. B. mit Kortison, eingesetzt. Bei der topischen Immuntherapie sollen die Abwehrzellen durch chemische Substanzen von den Haarfollikeln abgelenkt werden.
Das können Sie tun: Halten Sie Stress von sich fern – er fördert den Haarausfall. Suchen Sie eine Selbsthilfegruppe auf.

Hämorrhoiden

Der Po tut weh, man kann kaum noch sitzen. Bei Hämorrhoiden ist der „hämorrhoidale Schwellkörper“ krankhaft vergrößert. Wie ein dickes Polster liegt er vor dem Darmausgang und dient zur Abdichtung. Bei faserarmer Ernährung, Bewegungsmangel und chronischer Verstopfung kann er sich ausdehnen. Auch eine Schwangerschaft, Abführmittel, Alkohol, Kaffee oder scharfe Gewürze können Hämorrhoiden auslösen.
Symptome: Der Feinschluss des Afters ist gestört. Feuchtigkeit gelangt aus dem Mastdarm auf die normalerweise trockene Afterhaut. Es kommt zu Jucken, Brennen, Wundsein. Auch werden die Wände der Gefäße dünner. Bei festerem Stuhl reißen sie ein, es treten hellrote Blutungen auf.
Diagnose: Hämorrhoidenbeschwerden können in seltenen Fällen als Begleitsymptome anderer Darmerkrankungen auftreten – deshalb nimmt der Proktologe eine komplette Untersuchung des Enddarms mit dem Endoskop vor.
Behandlung: Bei leichten Beschwerden helfen freiverkäufliche oder verschriebene Salben, Zäpfchen, Analtampons, Sitzbäder. Aber: Kein Medikament kann bereits herausgetretene Hämorrhoiden wieder rückgängig machen. Sie müssen verödet oder operiert werden .
Das können Sie tun: Den Po nach dem Stuhlgang mit Toilettenpapier und Wasser reinigen, gut abtrocknen. Außerdem: viel bewegen, ballaststoffreich ernähren, genug trinken. Vitamin B und C (Apotheke) kräftigen die Gefäße.
 
Hämorrhoiden

Der Po tut weh, man kann kaum noch sitzen. Bei Hämorrhoiden ist der „hämorrhoidale Schwellkörper“ krankhaft vergrößert. Wie ein dickes Polster liegt er vor dem Darmausgang und dient zur Abdichtung. Bei faserarmer Ernährung, Bewegungsmangel und chronischer Verstopfung kann er sich ausdehnen. Auch eine Schwangerschaft, Abführmittel, Alkohol, Kaffee oder scharfe Gewürze können Hämorrhoiden auslösen.
Symptome: Der Feinschluss des Afters ist gestört. Feuchtigkeit gelangt aus dem Mastdarm auf die normalerweise trockene Afterhaut. Es kommt zu Jucken, Brennen, Wundsein. Auch werden die Wände der Gefäße dünner. Bei festerem Stuhl reißen sie ein, es treten hellrote Blutungen auf.
Diagnose: Hämorrhoidenbeschwerden können in seltenen Fällen als Begleitsymptome anderer Darmerkrankungen auftreten – deshalb nimmt der Proktologe eine komplette Untersuchung des Enddarms mit dem Endoskop vor.
Behandlung: Bei leichten Beschwerden helfen freiverkäufliche oder verschriebene Salben, Zäpfchen, Analtampons, Sitzbäder. Aber: Kein Medikament kann bereits herausgetretene Hämorrhoiden wieder rückgängig machen. Sie müssen verödet oder operiert werden .
Das können Sie tun: Den Po nach dem Stuhlgang mit Toilettenpapier und Wasser reinigen, gut abtrocknen. Außerdem: viel bewegen, ballaststoffreich ernähren, genug trinken. Vitamin B und C (Apotheke) kräftigen die Gefäße.
 
 
 
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